Dirk Becker

Mitglied des Deutschen Bundestages
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Kurzinfo: Erneuerbare Energien

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Die ökologische Energiewende ist in vollem Gange. Bereits heute liegt der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch bei rund 10 Prozent. Wollen wir den Klimawandel stoppen, knapper werdende Rohstoffe schonen und uns von steigenden Energiepreisen entkoppeln, brauchen wir eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien. Der Energiemix der Zukunft muss daher aus Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie bestehen.

Strom

Erneuerbare Energien decken im Jahr 2012 bereits 20 Prozent des deutschen Strombedarfs. Der wichtigste Antrieb für ihren Ausbau ist das im Jahr 2000 von Rot-Grün verabschiedetet Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Ziel des EEG ist es, neue und derzeit noch kostenintensive Technologien in die Marktfähigkeit zu überführen. Auf dieser Grundlage konnte sich in Deutschland eine dynamische und innovative Branche entwickeln, die heute über 300.000 Arbeitsplätze bietet.

Ziel der SPD-Bundestagsfraktion ist eine Stromversorgung, die im Jahr 2050 auf 100 Prozent erneuerbare Energien beruht. Bis zum Jahr 2020 soll sich ihr Anteil auf mindestens 45 Prozent mehr als verdoppeln.

Verschiedene wissenschaftlichen Studien, unter anderem vom Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung (Studie), belegen, dass erneuerbare Energien unseren Strombedarf zu 100 Prozent decken können. Mit Hilfe moderner Steuerungstechnik und präziser Wetterprognosen können Windenergie, Wasserkraft, Bioenergie und Photovoltaik im Verbund geregelt werden. Das sogenannte Kombikraftwerk ermöglicht eine sichere und bedarfsgerechte Stromversorgung durch erneuerbare Energien zu jeder Zeit und bei jedem Wetter.

Grundvoraussetzung für eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien ist eine Systemtransformation des Strommarktes. So gilt es nicht nur, die Übertragungs- und Verteilnetze auszubauen und zu optimien, sondern auch die Regel- und Reservekapazitäten und den Börsenmechanismus an die  fluktuierenden Erneuerbaren Energien anzupassen. Dazu zählen nicht zuletzt auch verstärkte Investitionen in die Forschung und Entwicklung neuer Speichertechnologien.

Wärme

Die Bereitstellung von Heizwärme, Warmwasser, aber auch von Kälte und Gebäudeklimatisierung in Gebäuden wird als der „schlafende Riese“ im Umweltschutz gesehen. Auf sie entfällt mit über 40 Prozent der Großteil des Energiebedarfs in Deutschland. Um den „schlafenden Riesen“ zu erwecken, gilt es, die eingesetzte Energie so effizient wie möglich zu nutzen und den Anteil Erneuerbarer Energien in diesen Bereichen massiv auszubauen. Aktuell beträgt der Anteil Erneuerbarer Energien an der Wärmebereitstellung lediglich 8 Prozent.

Das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) war ein erster wichtiger Schritt zu verstärktem Ersatz Erneuerbaren Energien sowie höherer Effizienz im Neubaubereich. So muss es das Ziel sein, dass neue Gebäude künftig mehr Energie produzieren, als sie selbst verbrauchen.

Darüber hinaus ist es unabdingbar, die Außendämmung bereits bestehender Gebäude zu verbessern und die Sanierungsquote deutlich zu erhöhen. Hier bieten sich Einsparpotenziale von bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs. Das äußerst erfolgreiche CO2-Gebäudesanierungsprogramm muss fortgeführt und durch weitere Anreize und Maßnahmen ergänzt werden, um diese Einsparpotenziale freizusetzen.

Die Effizienzsteigerungen und Einsparungen bringen neben den enormen Fortschritten für den Klimaschutz auch direkte Vorteile für die Verbraucher. So können Energiekosten durch energetische Verbesserungen erheblich gesenkt werden.

Verkehr

Mobilität spielt in unserer Gesellschaft eine zentrale Rolle. Der Verkehr muss jedoch in Zukunft umweltfreundlicher, nachhaltiger und daher intelligenter gestaltet werden, denn bislang ist er für rund 20 Prozent der CO2-Emission in der EU verantwortlich. Das Ziel für die kommenden Jahrzehnte ist es, den Treibhausgasausstoß im Verkehr vollständig zu vermeiden. Dies kann nur durch den Einsatz erneuerbarer Energien erreicht werden.

Um die vollständige Dekarbonisierung zu erreichen, sind noch viele Aufgaben zu lösen:

Der höchste CO2-Ausstoß im Verkehrsbereich kommt dem PKW-Sektor zu. Langfristig müssen Automotoren vollständig auf alternative Antriebstechnologien umgestellt werden. Die Mobilität der Zukunft liegt unter anderem in der Elektromobilität. Auf dem Weg dorthin bedarf es weiterer Forschung und Entwicklung der Antriebe und es muss den Menschen schmackhaft gemacht werden, ein Auto mit einem Elektroantrieb zu kaufen. Zudem muss eine intelligente Ladeinfrastruktur aufgebaut werden, um eine effizientere und verbraucherfreundliche Nutzung der Energie sicherzustellen.

Eine umweltfreundliche und marktreife Technik sind mit Erdgas bzw. Biomethan betriebene Fahrzeuge. Autos mit Biomethan-Antrieb stoßen bis zu 97Prozent weniger CO2 aus als vergleichbare Benziner. Wo sich Ihre nächstegelegene Erdgastankstelle befindet, erfahren Sie hier.


SPD-Fraktion AG Umwelt

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